Spielanleitungen

  1. Konjugationsuhr
  2. Wörterraten
  3. Bingo
  4. Ballspiel: Frage – Antwort
  5. Wortschlange
  6. Memory
  7. Anlautquartett
  8. Laufdiktat
  9. Was passt nicht?
  10. Stille Post
  11. Artikelzuordnung
  12. Ich packe meinen Koffer
  13. Berufe raten
  14. A wie Apfel
  15. Wortgitter
  16. Verben würfeln
  17. Der bewegte Satz
  18. Stadt – Land – Fluss
  19. Dialogpuzzle im Raum
  20. Lesedose
  21. Silben-Lesedose
  22. Schreibdose
  23. Reihen bilden

1. Konjugationsuhr

Diese Uhr ist prinzipiell für alle Lerner, insbesondere aber für lernungewohnte Teilnehmer und Kinder geeignet und kann immer eingesetzt werden, wenn die Konjugation der regelmäßigen Verben verdeutlicht und geübt werden soll.
Dazu wird die Kopiervorlage (farbig) kopiert, laminiert und ausgeschnitten. Der Pfeil wird mit einer Spreizklammer (für Versandtaschen) an der Uhr befestigt und los geht’s! Idealerweise bekommt jeder Teilnehmer eine eigene Uhr.

Durchführung:

Nennen Sie ein Verb und ein Personalpronomen: "lachen – er". Die Teilnehmer drehen den Pfeil auf "er" und sehen, dass die entsprechende Verbendung ein "-t" ist: "er lacht".

Ziel des Materials:

Den Personalpronomen werden die richtigen Verbendungen zugeordnet. Somit wird die Konjugation geübt und automatisiert.


2. Wörterraten

Dieses Spiel ist für alle Gruppen geeignet und dauert so lange, wie es Spaß macht.
Es ist sicherlich vielen unter dem Begriff "Galgenraten" bekannt. Aus Rücksicht auf die Flüchtlinge sollte dieses Wort besser vermieden werden, ebenso sollte kein Galgen gezeichnet werden.

Durchführung:

Eine Person überlegt sich ein Wort, das erraten werden soll, und malt so viele Querstriche an die Tafel, wie das Wort Buchstaben enthält. Die anderen Teilnehmer nennen nun Buchstaben, von denen sie denken, dass sie in dem Wort enthalten sind. Ist ein genannter Buchstabe in dem Wort, so wird er auf den entsprechenden Querstrich geschrieben. Ist er nicht in dem Wort, so wird er (durchgestrichen) irgendwo an die Tafel geschrieben – zur Erinnerung, dass er bereits genannt wurde. Gleichzeitig wird ein Teil einer Blume gezeichnet, z. B. der Stiel. Wird das Wort erraten, bevor die Blume fertig gezeichnet ist, hat die Gruppe gewonnen. Ist die Blume zuerst fertig, hat die Person gewonnen, die sich das Wort ausgedacht hat.

Ziel des Spiels:

Üben des Wortschatzes und der Rechtschreibung


3. Bingo

Zahlenbingo ist bekannt, hier spielen wir es mit Wörtern!
Dieses Spiel ist für alle Lerner geeignet, insbesondere aber auch für Zweitschriftlerner.
Idealerweise spielt man es in Gruppen ab vier Teilnehmern.
Die Kopiervorlage wird für jeden Teilnehmer einmal kopiert. Möchten Sie es nachhaltiger, so kann die Kopiervorlage auch laminiert werden und die Teilnehmer schreiben mit wasserlöslichen Folienstiften darauf. So ist sie immer wieder verwendbar.

Durchführung:

Jeder Teilnehmer bekommt ein Spielbrett. Es werden 16 Wörter eines Wortfeldes gesammelt (z. B. Kleidung). Sie schreiben die Wörter (mit Artikel!) untereinander an die Tafel, die Teilnehmer schreiben die Wörter willkürlich in die 16 Kästchen des Spielfeldes. Dann lesen Sie die Wörter in einer neuen Reihenfolge vor, die Lerner markieren das entsprechende Wort auf ihrem Plan. Wer alle Wörter einer Reihe von oben nach unten, von links nach rechts oder diagonal markiert hat, ruft "Bingo!" und hat diese Runde gewonnen.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel dient zur Festigung des Wortschatzes und von Redewendungen. Ebenso wird die Rechtschreibung und das Lesen geübt.


4. Ballspiel: Frage – Antwort

Für dieses Spiel benötigen Sie einen kleinen (weichen) Ball, im Zweifel geht auch zusammengeknülltes Papier. Dieses Spiel ist für alle Lerner geeignet und bringt ein wenig Bewegung in die Gruppe. Die Länge des Spiels ist davon abhängig, wie viele Teilnehmer mitspielen und auch davon, wie schwierig die zu übende Struktur für die Lerner ist.

Durchführung:

Alle Teilnehmer stehen auf. Die Kursleitung wirft einem Teilnehmer einen Ball zu und stellt ihm eine Frage. Der beantwortet die Frage, wirft einem anderen Teilnehmer den Ball zu und stellt ihm eine weitere Frage nach demselben Muster. Danach darf er sich setzen. Die Frage wird beantwortet, der Ball wiederum jemandem zugeworfen, eine weitere Frage gestellt und so weiter. Am Ende sitzen alle Teilnehmer wieder auf ihrem Stuhl.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel dient zur Festigung und Automatisierung von Grammatik und Satzstrukturen.
Beispiele:
"Was ist das?" – "Das ist eine Lampe. Was ist das?" ...
Frage "Was ist das?" als feststehende Einheit; Üben des unbestimmten Artikels; Wortschatz Dinge im Klassenraum
"Ich habe einen Bleistift. Was hast du?" – "Ich habe eine Tasche. Was hast du?" ...
Frage "Was hast du?" als feststehende Wendung; Festigung von haben + Akkusativ; Wortschatz Schulsachen
"Möchtest du einen Kaffee? "– "Ja, ich möchte einen Kaffee. Möchtest du ein Brötchen?" ...
Ja-Nein-Frage; Akkusativ; "Möchtest du" als feststehende Wendung


5. Wortschlange

Dieses Spiel ist für alle Teilnehmer geeignet, insbesondere auch für diejenigen, die mit dem lateinischen Alphabet noch Schwierigkeiten haben.
Sie schreiben zu übende Wörter oder Sätze ohne Abstand hintereinander weg, gerne alles in Kleinbuchstaben, dies erhöht die Schwierigkeit. Auch kleine Dialoge sind möglich.

Beispiele:

a) Wörter:
hoseanzugkleidsockenunterhemdrockpulloverschuhebluse
b) Sätze:
ichgeheinskinoerfährtnachhamburgsiegehtindieschule
c) Dialog: gutentagichhättegerneinkiloäpfeljagernbitteschönwasmachtdasdasmachtzweieuorfünfzigbitteschöndankeaufwiedersehentschüss

Durchführung:

Jeder Teilnehmer bekommt eine Wörter- oder Satzschlange. Die Aufgabe ist es nun, die Wörter oder Sätze zu erkennen und aufzuschreiben. (Sind es Nomen, gern auch mit Artikel!)

Ziel des Spiels:

Wort- bzw. Satzgrenzen werden erkannt, der Wortschatz wird gefestigt und ganz nebenbei wird auch noch die Rechtschreibung geübt.


6. Memory

Für dieses Spiel benötigen Sie Fotos oder Bilder von Gegenständen und entsprechende Wortkarten. Sinnvoll ist es, die Karten zu laminieren, damit man sie öfter benutzen kann. Bild- und Wortkarten werden einander zugeordnet. Dies kann in Einzel- oder Partnerarbeit geschehen oder auch in kleinen Gruppen.

Durchführung:

In Einzelarbeit werden Wort- und Bildkarten einander zugeordnet.
In Partner- oder Gruppenarbeit werden die Karten umgedreht. Auf diese Weise müssen die Teilnehmer nicht nur die Karten richtig einander zuordnen, sondern sich auch noch merken, wo die Karten liegen. Gewonnen hat, wer die meisten Paare gefunden hat.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel festigt den Wortschatz und trainiert – wenn die Karten umgedreht werden – das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit.


7. Anlautquartett

Das Quartett ist insbesondere für Lese- und Schreibanfänger geeignet, die noch lernen müssen, Laute aus einem Wort herauszuhören und diesen den richtigen Buchstaben zuzuordnen. Es ist für einen bis vier Spielern geeignet.
Diese Übung erfordert einige Vorbereitungen. Sie benötigen jeweils vier Karten mit Motiven, die mit dem gleichen Anfangslaut beginnen sowie Karten, auf denen die Anfangsbuchstaben stehen. Idealerweise werden die Karten laminiert, dann sind sie haltbarer.

Beispiel für Vokale:

  • Ananas, Apfel, Ampel, acht
  • Elefant, elf, Erbse, Ente
  • Insel, Imbiss, Indianer, Italiener
  • Oma, Opa, Ofen, Orange
  • Unfall, Uhr, U-Bahn, Unterhemd

Wählen Sie die Wörter so aus, dass die Teilnehmer die Wörter kennen und sie möglichst alltagsrelevant sind. Fündig werden Sie bei der Bildersuche im Internet, aber achten Sie auf die Urheberrechte!

Durchführung:

Die Bilderkarten werden an die Spieler verteilt, die Buchstabenkarten liegen auf dem Tisch. Reihum benennen die Teilnehmer eine ihrer Bildkarten, isolieren den Anlaut und ordnen sie der entsprechenden Wortkarte zu.
Für fortgeschrittene Lerner sind zusätzlich Wortkarten denkbar (mit Artikel!), die sie in einem zweiten Schritt den Bildkarten zuordnen.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel trainiert die Fähigkeit, den Anlaut eines Wortes herauszuhören. Dies ist eine wichtige Vorübung, um sämtliche Laute eines Wortes zu erkennen und diesen schließlich die entsprechenden Buchstaben zuzuordnen. Diese sogenannte phonologische Bewusstheit ist eine wichtige Fertigkeit, um überhaupt das Schreiben zu erlernen.


8. Laufdiktat

Hierbei kommen Ihre Teilnehmer richtig in Bewegung!
Schreiben Sie jeweils ein Wort oder einen Satz auf eine Karte. Dies können Sie je nach Schwierigkeitsgrad variieren. Gern dürfen es zehn bis zwölf Wörter oder Sätze sein. Nummerieren Sie die Karten, damit Ihre Teilnehmer den Überblick behalten, welche Wörter sie schon geschrieben haben.

Durchführung:

Legen Sie die Karten in einen anderen Raum oder zumindest so weit entfernt, dass die Teilnehmer eine gewisse Strecke zurückzulegen haben, um diese Karten zu lesen.
Jeder geht zu einer Karte, liest sie, geht zurück zurück an seinen Platz und schreibt das Gelesene auf. Dies wird so lange wiederholt, bis alle Wörter oder Sätze geschrieben sind. Die Karten werden natürlich nicht mit an den Platz genommen!
Anschließend wird kontrolliert. Gewonnen hat, wer keine Fehler gemacht hat.

Ziel des Spiels:

Lesen, (Recht-)schreiben, Konzentration und Gedächtnis werden geübt.


9. Was passt nicht?

Diese Übung können alle gemeinsam oder auch jeder für sich machen.
Es erfordert eine gewisse Vorbereitung, da Sie sich zunächst Wörter ausdenken müssen, die sich unter einem Oberbegriff zusammenfassen lassen. Ein Wort gehört nicht in diese Reihe.

Beispiel:

der Hund – die Katze – die Kuh – die Bluse – der Vogel
Die Bluse passt nicht dazu, sie gehört zu dem Wortfeld "Bekleidung". Die anderen Begriffe lassen sich unter dem Oberbegriff "Tiere" zusammenfassen.

Oder etwas schwieriger:
der Hund – der Elefant - die Katze – das Kaninchen – der Vogel
Hier haben wir typische deutsche Haustiere. Allerdings gehört der Elefant nicht dazu, obwohl natürlich auch er ein Tier ist.

Durchführung:

Die Teilnehmer lesen die Wörter und finden dasjenige heraus, das nicht zu den anderen passt. Für die zusammengehörigen Wörter finden sie den Oberbegriff.

Ziel der Übung:

Die Teilnehmer trainieren den Wortschatz, bilden Kategorien und finden Oberbegriffe. Gleichzeitig ist es natürlich auch ein Lesetraining.


10. Stille Post

Dieses Spiel bedarf keiner Vorbereitung und ist Ihnen sicher bekannt. Es ist für alle Gruppen geeignet, es sollten jedoch mehr als fünf Teilnehmer dabei sein.
Da die Teilnehmer sich gegenseitig Worte ins Ohr flüstern, sollten Sie im Blick haben, ob es den Teilnehmern vielleicht unangenehm ist, einander so nahe zu kommen. Möglicherweise ist dieses Spiel auf Grund dessen nicht für Ihre Gruppe geeignet.

Durchführung des Spiels:

Sie oder ein Teilnehmer überlegen sich ein Wort und flüstern es der links von Ihnen sitzenden Person ins Ohr. Diese gibt das Gehörte flüsternd an den Nächsten weiter und so fort. Der letzte in der Reihe spricht das Wort aus. Im Idealfall ist es das, welches der Erste auf die Reise geschickt hat. Häufig weicht es jedoch weit davon ab, was immer recht lustig ist.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel fördert das genaue Hinhören, was eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der phonologischen Bewusstheit ist. Gleichzeitig wird der Wortschatz geübt: Ein Wort kann letztendlich nur dann richtig ausgesprochen und betont werden, wenn ich es (wiederer-)kenne.


11. Artikelzuordnung

Dieses Spiel ist für alle Gruppengrößen und jedes Alter geeignet und bringt Bewegung in die Gruppe.
Sie benötigen (farbige) Artikelkärtchen, die Sie laminieren, damit Sie sie immer wieder benutzen können. Für jeden Teilnehmer wird ein Kärtchen gebraucht.

Durchführung des Spiels:

Jeder Teilnehmende erhält ein Artikelkärtchen. Sie oder ein Teilnehmer sagt ein Nomen und diejenigen, die das entsprechende Artikelkärtchen in der Hand halten, stehen auf. Es wird überprüft, ob der Artikel stimmt, dann setzen sich alle wieder und das nächste Nomen wird genannt.

Ziel des Spiels:

Die Zuordnung Artikel – Nomen wird geübt.


12. Ich packe meinen Koffer

Dieses Sprechspiel ist für kleinere und größere Gruppen geeignet, die bereits den Akkusativ mit dem unbestimmten Artikel gelernt haben. Ein gewisser Wortschatz sollte vorhanden sein, damit die Teilnehmer eine Auswahl dessen haben, was sie in ihren Koffer packen.

Durchführung des Spiels:

Die Kursleitung beginnt mit dem Satz: „Ich packe in meinen Koffer einen Badeanzug.“ Der nächste erweitert den Satz um ein Objekt: „Ich packe in meinen Koffer einen Badeanzug und eine Jacke.“ Der dritte wiederholt die beiden bereits genannten Objekte und fügt ein drittes hinzu: „Ich packe in meinen Koffer einen Badeanzug, eine Jacke und einen Ball.“ Das geht so weiter, immer im Kreis: „Ich packe in meinen Koffer einen Badeanzug, eine Jacke, einen Ball, eine Gitarre, ein Taschentuch, einen Teddy...“ Wer die Reihenfolge durcheinander bringt oder wem etwas nicht mehr einfällt, scheidet aus. Die Sätze dürfen gerne lustig sein!
Achten Sie bitte darauf, dass der Akkusativ immer korrekt ist, damit er sich durch das ständige falsche Wiederholen nicht einprägt!

Variation:

„Ich packe meinen Koffer und nehme einen Badeanzug, eine Jacke, einen Ball und eine Gitarre mit.“ Mit dieser Variante üben Sie zusätzlich zum Akkusativ das trennbare Verb "mitnehmen". Es wird deutlich, dass die Vorsilbe "mit" immer an das Ende des Satzes kommt, egal, wie lang er ist.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel fördert die Automatisierung des Akkusativs mit dem unbestimmten Artikel, die Merkfähigkeit und erweitert ganz nebenbei noch den Wortschatz.


13. Berufe raten

Dieses Spiel ist für größere Gruppen jeden Alters geeignet, die Spaß daran haben, ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu erproben.
Natürlich wird kein Teilnehmer gezwungen, einen Beruf pantomimisch darzustellen, aber vielleicht wird der ein oder die andere dazu verleitet, es doch einmal auszuprobieren, wenn er / sie sieht, wieviel Spaß es macht.
Es sollten Wort- oder Bildkarten mit Berufen vorbereitet werden.

Durchführung des Spiels:

Die große Gruppe wird in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt, die gegeneinander spielen.
Abwechselnd zieht jeweils ein Teilnehmer einer Gruppe eine Wortkarte und stellt den entsprechenden Beruf pantomimisch dar. Die Gruppe, die den Beruf zuerst errät, bekommt einen Punkt. Gewonnen hat die Gruppe mit den meisten Punkten.

Ziel des Spiels:

Das Wortfeld "Berufe" wird auf spielerische Art gefestigt. Spaß und Bewegung verstärken den Effekt.


14. A wie Apfel

Dieses Spiel ist für beliebig viele Spieler jeden Alters geeignet und kann gespielt werden, solange es Spaß macht.
Die Lerner sollten über einen guten Wortschatz verfügen bzw. Wortfelder gut beherrschen, damit sie überhaupt Wörter finden können.
Sie benötigen eine Sand- oder Stoppuhr, denn es wird eine Zeit vorgegeben.

Durchführung des Spiels:

Ein Buchstabe wird ausgewählt. Die Mitspieler schreiben nun möglichst viele Wörter auf, die mit diesem Buchstaben beginnen. Dabei kann vorher festgelegt werden, ob alle Wörter aufgeschrieben werden, die einem einfallen, oder ob sie zu einem bestimmten Wortfeld gehören sollen, z. B. Körperteile, Lebensmittel oder Berufe.

Beispiel:
  • Beliebige Wörter:
    T wie: Tomate, Tier, Taschentuch
  • Wortfeld Körperteile:
    K wie: Kopf, Knie, Kiefer

Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit (z. B. fünf Minuten) werden die Wörter überprüft und für jedes richtige, d. h. mit diesem Buchstaben beginnende oder dem ausgewählten Wortfeld zugehörige Wort gibt es einen Punkt. Für die richtige Schreibweise kann zusätzlich ein Punkt vergeben werden. Gewinner ist, wer die meisten Punkte hat.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel festigt den Wortschatz und übt die richtige Schreibweise.


15. Wortgitter

Dieses Spiel ist für beliebig viele Teilnehmende geeignet und macht jüngeren wie älteren Spaß.
Das Spiel lässt sich leicht selbst erstellen. Sie wählen Wörter aus, die Sie in einem Wortgitter verstecken. Das Wortgitter ist eine Tabelle, die Sie problemlos mit Ihrem Textverarbeitungsprogramm erstellen können. Die zu suchenden Wörter können je nach Schwierigkeitsgrad senkrecht, waagerecht, diagonal und auch gern rückwärts geschrieben versteckt werden.

Durchführung des Spiels:

Die Teilnehmenden erhalten ein Wortgitter, suchen die vorgegebenen Wörter und markieren sie mit einem farbigen Stift. Ist ein Wort gefunden, so wird es (mit Artikel) aufgeschrieben.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel trainiert das Lesen, die Rechtschreibung und festigt den Wortschatz.


16. Verben würfeln

Dieses Spiel ist für alle Lerner geeignet und es bietet sich an, es in Kleingruppen bis zu maximal vier Teilnehmern durchzuführen.
Hierzu benötigen Sie Karten mit Verben im Infinitiv, die Sie im Unterricht bereits behandelt haben, und Blanko-Holzwürfel (zu beziehen z. B. über www.schmidt-lehrmittel.de). Die Holzwürfel beschriften Sie mit allen Personalpronomen (ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie/Sie) oder Sie beschränken sich auf einige, z. B. ich, du und er/sie/es, dann jeweils auf zwei Seiten geschrieben.

Durchführung:

Jede Gruppe erhält einen beschrifteten Holzwürfel und einen Stapel Infinitiv-Kärtchen. Gewürfelt wird reihum und jeweils ein Kärtchen gezogen. Wer an der Reihe ist, würfelt also (z. B. "du") und zieht eine Karte (z. B. "sprechen"). Ist die Antwort richtig (hier: "du sprichst"), darf er die Karte behalten. Ist die Antwort falsch, kommt die Karte wieder unter den Stapel. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Karten hat.

Ziel der Würfelübung:

Hier wird intensiv die Verbkonjugation geübt. Fortgeschrittene Lerner können auch Sätze bilden.


17. Der bewegte Satz

Dieses Spiel ist für alle Teilnehmer, die schon über grundlegende Deutschkenntnisse verfügen, geeignet und bringt Bewegung in den Unterricht.
Sie überlegen sich (alltagsrelevante) Sätze und schreiben je ein Wort des Satzes (oder auch eine Wortgruppe, wie z. B. "jeden Morgen"), auf ein DIN-A-4-Blatt. Je nachdem, was Sie im Unterricht behandelt habe, können es Sätze mit Orts- oder Zeitangaben, Sätze mit trennbaren Verben, Fragesätze oder auch Sätze im Perfekt sein.
Schreiben Sie alle Wörter klein, da ja die erste Position variabel sein kann. Vergessen Sie nicht ein Blatt für den Punkt oder ggf. das Fragezeichen.

Beispiele für Sätze:

ich – gehe – jeden – Morgen – in – die – Schule - . -
am – Wochenende – fahre – ich – mit – meiner – Mutter – nach – Hamburg - . -
Anna – holt – um – 15 Uhr – ihre – Tochter – aus – dem – Kindergarten – ab - . -
ich – habe – gestern – meine – Hausaufgaben – gemacht - . -

Durchführung:

Jeder Mitspieler bekommt ein Blatt mit einem Wort oder einer Wortgruppe. Jeder sucht sich seine Position in Absprache mit den anderen, sodass ein sinnvoller Satz entsteht. D. h. alle Teilnehmer stehen am Ende in einer Reihe und jeder hält sein Blatt mit dem Wort vor sich. Sie oder ein weiterer Teilnehmer lesen den Satz vor. Ist er falsch, müssen sich die Spieler noch einmal umsortieren.

Ziel des Spiels:

Die Teilnehmer üben über die Bewegung die Stellung der Worte im Satz. Es wird deutlich, dass das Verb in einem Aussagesatz immer an der zweiten Position steht. Rutscht das Verb an die erste Stelle im Satz, so wird eine Frage daraus und aus dem Punkt wird ein Fragezeichen.


18. Stadt – Land – Fluss

Dieses Spiel eignet sich sowohl für kleine als auch große Gruppen, Kinder und Erwachsene, allerdings sollten die Mitspieler über einen gewissen Wortschatz verfügen.
Sicher ist Ihnen dieses Spiel geläufig, es werden hier jedoch die Kategorien abgeändert. Achten Sie darauf, dass die Oberbegriffe bekannt sind und die entsprechenden Unterbegriffe erarbeitet wurden.

Durchführung:

Es wird ein Buchstabe ausgewählt (z. B. über das Ziehen einer Buchstabenkarte oder ein Spieler spricht in Gedanken das Alphabet, ein anderer sagt "Stopp!") – dies ist der Anfangsbuchstabe der zu suchenden Wörter. Der Buchstabe wird laut verkündet und nun suchen alle Spieler so schnell wie möglich Wörter für die verschiedenen Kategorien. Wer zuerst fertig ist, ruft "Stopp!"’ und alle anderen müssen mit dem Schreiben aufhören.
Dann geht es an die Punkteverteilung:
Kein Wort gefunden: 0 Punkte
Ein Wort, das mehrere gefunden haben: 5 Punkte
Ein Wort, das nur von einer Person gefunden wurde: 10 Punkte
Einziges Wort für diese Kategorie: 20 Punkte
Die Punkte werden für jede Runde in der letzten Zeile notiert und am Ende des Spiels addiert. Gewonnen hat, wer die meisten Punkte hat.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel trainiert den Wortschatz und den schnellen Abruf von Wörtern. Wird es häufiger gespielt, könnte es den Teilnehmern auch als Anreiz dienen, mehr Wörter zu lernen, um vielleicht auch einmal zu gewinnen.


19. Dialogpuzzle im Raum

Diese Übung eignet sich für Teilnehmende, die erste Dialoge beherrschen.
Sie wählen einen Dialog aus und zerschneiden ihn in einzelne Teile. Jeder bekommt einen Teil.

Beispiel: Auf dem Markt – Für elf Mitspieler

  • Guten Tag!
    • Guten Tag. Was darf es sein?
  • Ich möchte bitte ein Kilo Äpfel.
    • Gern. Möchten Sie noch etwas?
  • Ja, ich möchte bitte noch zwei Kilo Kartoffeln.
    • Bitteschön. Ist das alles?
  • Ja, das ist alles. Vielen Dank.
    • Das macht dann 4,20 €.
  • Bitteschön, hier sind 5 €.
    • Danke, und 80 Cent zurück. Auf Wiedersehen.
  • Auf Wiedersehen.

Durchführung:

Jeder Mitspieler bekommt einen Textteil. Sie gehen im Raum umher und finden sich in der richtigen Reihenfolge des Dialogs zusammen. Der Text wird vorgelesen.

Ziel des Spiels:

Dieses Spiel dient zur Festigung der erarbeiteten Dialoge.


20. Lesedose

Die Lesedose ist für Schriftsprachlerner geeignet, die bereits alle Buchstaben beherrschen, aber noch Schwierigkeiten mit dem sinnentnehmenden Lesen haben.
Sie benötigen eine Dose, die Sie mit Fotos oder Objekten füllen, die den Teilnehmern bekannt sind. Ein wichtiges Kriterium ist, dass diese Wörter lautgetreu sind, d. h. genau so gelesen werden können, wie sie geschrieben werden. Mehr als zwölf Dinge sollte die Dose nicht enthalten. Passend zu jedem Objekt brauchen Sie eine Wortkarte (laminieren!).

Beispiele für lautgetreue Wörter:

Hose Sofa Dose
Nase Ampel Hut
Hase Salat Lampe
Rose Glas Besen

Durchführung:

Die Wortkarten werden gelesen und den entsprechenden Wörtern oder Objekten zugeordnet.

Ziel des Spiels:

Die Teilnehmer üben das sinnentnehmende Lesen lautgetreuer Wörter. Sie können die Wörter auch schreiben lassen.


21. Silben-Lesedose

Die Silben-Lesedose eignet sich für leseungewohnte Lerner, die bereits alle Buchstaben beherrschen, kurze Wörter gut sinnentnehmend erlesen können, aber noch Schwierigkeiten mit längeren Wörtern haben.
Sie benötigen Bilder und/oder Objekte sowie die entsprechenden Begriffe, die aus drei (oder mehr) Silben zusammengesetzt sein sollten. (Beispiele für dreisilbige lautgetreue Wörter siehe unten.) Um die längeren Wörter leichter lesen zu können, werden sie in Silben unterteilt. Auf jeweils eine Karte schreiben Sie eine Silbe eines Wortes. Um es für die Teilnehmer leichter zu machen, können Sie den Silben je nach Stellung im Wort die gleiche Farbe geben, d. h. die erste Silbe ist jeweils rot, die zweite blau und die dritte grün. Auf diese Weise können die Silbenkarten vorsortiert werden.

Beispiele für längere (lautgetreue) Wörter:

Sa-la-mi – Te-le-fon
Ba-na-ne – Me-lo-ne
To-ma-te – Ta-pe-te
Po-li-zei – E-le-fant

Durchführung der Übung:

Die Silben werden zunächst nach Farbe und Reihenfolge im Wort vorsortiert. Der Teilnehmer benennt dann einen Gegenstand / ein Bild, sucht die entsprechenden Silben und legt das Wort zusammen.
Variation: Es werden auch noch entsprechende Artikelkarten zugeordnet; die Wörter können natürlich auch geschrieben werden.

Ziel der Übung:

Längere (lautgetreue) Wörter können sinnentnehmend über die Silbenebene erlesen werden. Die Wörter können auch geschrieben werden.


22. Schreibdose

Diese Schreibdose ist für Lese- und Schreibanfänger jeden Alters geeignet, die alle Buchstaben schreiben (und lesen) können, aber diese Fertigkeit noch trainieren müssen. Die Übung ist für Einzel- oder Partnerarbeit geeignet.
In der Dose befinden sich Bildkarten, die nach den unten stehenden Kriterien ausgewählt sind. Natürlich müssen die Begriffe bekannt sein. Auf der Rückseite einer jeden Karte steht das entsprechende geschriebene Wort für die Selbstkontrolle. Auf diese Weise können Ihre Teilnehmer eigenständig arbeiten.

Verschiedene Schreibdosen sind, je nach Lernstand der Teilnehmer, denkbar:
Kurze lautgetreue Wörter, z. B. Nase
Lange lautgetreue Wörter, z. B. Tomatensalat
Wörter mit bestimmen Laut-Buchstaben-Kombinationen, z. B. ei, au, eu, sch, sp, st, ck etc.
Wörter mit Doppelkonsonaten, z. B. Tasse
Lernwörter wie z. B. Computer, Handy, Garage. Dies sind Wörter, deren Schreibweise sich nicht erschließt, sondern gelernt werden muss.

Durchführung:

Der Teilnehmer nimmt eine Karte aus der Dose, sieht sich das Bild an, spricht das Wort und schreibt es auf – gerne mit Artikel! Um zu kontrollieren, ob das Wort richtig geschrieben wurde, kann der Abgleich mit der Rückseite erfolgen.

Ziel der Übung:

Die Teilnehmer üben das Schreiben: Ein lautgetreues Wort wird artikuliert, der Lautstrom wird in einzelne Laute unterteilt und den Lauten werden die entsprechenden Buchstaben zugeordnet. Darüber hinaus wird das Schreiben mit der Hand trainiert.


23. Reihen bilden

Diese Übung ist durchzuführen, sobald der entsprechende Wortschatz erarbeitet ist. Sie ist für jedes Alter und für alle Gruppengrößen geeignet. Wenn ich die Wochentage kenne, so muss ich auch wissen, mit welchem Tag die Woche beginnt, welcher Tag folgt usw.

Beispiele für Reihen:

Wochentage, Monate, Zahlen, Jahreszahlen

Durchführung der Übung:

Die Teilnehmer sagen nacheinander z. B. die Wochentage in der richtigen Abfolge.

Ziel der Übung:

Die Teilnehmer kennen verschiedene Abfolgen, d. h. sie wissen zum Beispiel, welcher Monat nach dem April kommt.
Nebenbei fördert diese Übung auch die Aufmerksamkeit und Konzentration.